JuLis SH: Wendes Einheitslehrer – diese Woche im Landtag nächste Woche beim Landesverfassungsgericht

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Kiel, 11.07.2014 – Die Regierungskoalition hat diese Woche mit ihrer Einstimmen-Mehrheit die Reformierung der Lehrerausbildung in Schleswig-Holstein verabschiedet. Hierbei wurden weder die Einwände und Verbesserungsvorschläge der Opposition, noch der Lehrerverbände, Demonstranten oder des Rechnungshofes aufgenommen. Der Finanzierungsbedarf der neugeschaffenen Doppelstrukturen an der Universität Flensburg konnte nicht konkret beziffert werden; gleiches gilt für die Finanzierung als solches.

Hierauf erwidert der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Schleswig-Holstein Dennys Bornhöft (28):

„Die Dialogkultur der Küstenkoalition ist beim einfachen Mann angekommen. Während im Landtag seitens der Regierung auf Stammtischqualität eine solide Finanzierung vorgegaukelt wird, werden vor dem Landtag angehende Lehrer des Landes von Ministern beleidigt. Die Regierung in Schleswig-Holstein hat es also geschafft, dass jeder Einwohner versteht, was sie will – ein weiteres Mal nichts Gutes für das Land.

Inhaltlich ist das Gesetz aufgrund der langfristigen Ausrichtung zur Einheitsschule und zum Einheitslehrer in seiner Gesamtheit abzulehnen. Die Schüler unseres Landes verdienen die beste, individuelle Förderung, um ihren Talenten gerecht zu werden. Dies ist mit der derzeitigen Bildungspolitik leider unvereinbar. Konsequenterweise müsste Waltraut Wende per Erlass noch die Vergabe von Noten und Zeugnissen, sowie Nachhilfe und Hausaufgaben verbieten, um Leistungsunterschiede von fleißigeren Kindern abbauen zu können. Frei nach dem Motto „wer lernt, hat kein Talent“.

Nicht nur inhaltlich gibt das erlassene Gesetz ein Schreckensbild ab. Wir JuLis sind der Auffassung, dass es auch gegen die Landeshaushaltsordnung verstößt und somit gar nicht hätte verabschiedet werden dürfen. Wir werden das Gesetz daher auch in Schleswig im Rahmen eines Normenkontrollverfahrens wiedersehen müssen.“

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